• "Aaron Pfundeisen",  Alle Texte,  Geschichten

    ANTIKHOF PFUNDEISEN – Band 2 – Prolog

    Das hier ist der Prolog meines zweiten "Cozy-Grusel-Kurzromans" in der Reihe ANTIKHOF PFUNDEISEN. Er wird "Am Abend des siebten Wunders" heißen. Den ersten Band kannst du als gedrucktes Buch oder als Kindle-EBook auf Amazon erwerben! Am zweiten Band schreibe ich gerade... + Vor ziemlich genau 30 Jahren. Anton Pfundeisen legte in der Dämmerung schweigend und mit starrem Blick eine einzelne Rose auf die Erde vor den grob behauenen Stein mit der eingemeißelten Inschrift „Florentine Pfundeisen“. Es war der erste Jahrestag eines viel zu frühen Abschieds und er hatte noch lange keinen Frieden damit schließen können. Im Gegenteil – die Selbstvorwürfe und der Zweifel an den eigenen Lebensentscheidungen hatten nie lauter…

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    Mitternachtsdinner

    Ich weiß nicht, ob mir jemals jemand diese Geschichte glauben wird, denn sie klingt eher nach einer Episode jeder x-beliebigen Grusel-Hörspiel-Serie als nach der Wahrheit. Ich habe hier im Forum bisher nur auf die Erzählungen anderer reagiert und konnte keine eigenen Erlebnisse beisteuern. Außerdem habe ich mich immer für sehr rational gehalten und habe in allen Geschichten hier eine mögliche „natürliche“ Erklärung gefunden. Daher habe ich auch lange überlegt, ob ich dieses Erlebnis mit euch teilen möchte oder nicht. Ich habe mich nun dafür entschieden.

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    Im Fackelschein

    Im Fackelschein werfen wir wild flackernde Schatten in die Umgebung, die noch schwärzer als die Dunkelheit der Nacht durch die Bäume zucken und mich immer wieder nervös zur Seite blicken lassen. Unsere Fackelwanderung durch den eisigen Winterwald Richtung Mühlenhof, wo eine festlich gedeckte Tafel auf mich und die Kollegen aus der Abteilung wartet, hat eine ungeplante Verlängerung erfahren. Als wir eben unerwartet an dem mit Flatterband und Warnschildern abgesperrten Weg am Weitergehen gehindert wurden, mussten wir notgedrungen eine andere Richtung einschlagen. Der Nebel steigt langsam aus dem Boden, dämpft unsere Schritte und verkürzt die Sicht auf wenige Meter. Auch der mit schweren Wolken verhangene Vollmond hat keine Chance, diesem Umstand…

  • "Michael Bold",  Alle Texte,  Geschichten

    Der Blumenmann

    „Was haben Sie gefühlt, als Sie den Ring ins Meer geworfen haben?“ Sie betonte die Worte „den Ring“ in einer Weise, als wolle sie ihnen imaginäre „Gänsefüßchen“ verpassen, verzichtete jedoch auf die übliche Bewegung mit den Fingern in der Luft. Ihr Tonfall in Verbindung mit einer hochgezogenen Augenbraue erfüllte allerdings den gleichen Zweck. Ich ging nicht auf diese Provokation ein, wenn es denn überhaupt eine solche hatte sein sollen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich das trotz meiner journalistisch geschulten Beobachtungsgabe noch nicht einschätzen.

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    Alles unter null.

    „Tiefenheimer in Not. Alles unter null. Und alles erstarrt.“ Der seltsame Notruf war in der unterirdischen Kolonie Tiefenheim auf einer brüchigen Funkfrequenz empfangen worden und hatte grob geortet werden können. Nun machte sich ein Suchtrupp aus fünf unerschrockenen Freiwilligen auf den Weg durch den schier undurchdringlichen Nebel an der Erdoberfläche. Sie alle trugen dicke Thermoanzüge, mit modernster Technik ausgestattete Astronautenhelme – und Waffen. Seit der Planet in eine neue Eiszeit gestürzt war und die verbliebene Bevölkerung sich in kleinen Verbänden unter die Erde zurückgezogen hatte, war die Oberfläche aufgrund marodierender Banden und wilder Tiere zu einem lebensfeindlichen Ort geworden.

  • "Aaron Pfundeisen",  Alle Texte,  Geschichten

    ANTIKHOF PFUNDEISEN – Band 1 – Kapitel 1

    Ein Flüstern in der Nacht... „Mach dir keine Sorgen wegen der Erbschaftssteuer“, lachte Aarons Vater gönnerhaft. Seine schwere Hand klatschte auf die Schulter seines Sohnes. „Ich hab den Wert viel zu niedrig angesetzt. Aber Hubert macht die Sachbearbeitung auf dem Finanzamt und der schuldet mir noch einen Gefallen. Du weißt ja: Eine Hand wäscht die andere!“ „Hast du deshalb auch so schnell einen Notartermin bekommen? Schuldet der dir auch noch was?“ fragte Aaron emotionslos. „Nein, den hab ich dafür bezahlt. Der kann immer Geld gebrauchen. Ist ja auch kein Wunder bei seiner Spielsucht“, schnaubte sein Vater verächtlich.

  • "Paul & Sophie",  Alle Texte,  Geschichten

    Regenbogenfarben sind die Geister

    Teile meines Körpers fielen zu Boden. Eines nach dem anderen. Gnadenlos schnitt der kalte Stahl der Schere in das, was eben noch Teil von mir war. Doch es war kein Blut zu sehen. Die Hand, die die Schere führte, gehörte offensichtlich einem Profi. Dem rothaarigen Mädchen neben mir erging es ähnlich. Tief in den Stuhl eingesunken ließ sie die Prozedur mit geschlossenen Augen über sich ergehen. Ich hätte sogar schwören können, dass sie ziemlich gut fand, was gerade mit ihr geschah. Sie blickte kurz zu mir herüber und grinste mich an. Die Locken waren von ihrem Kopf verschwunden und lagen jetzt rings um ihren Stuhl in einem Friseursalon in Werderstedt…