Alle Texte

geschichten. gedichte. gedanken.

  • "Aaron Pfundeisen",  Alle Texte,  Geschichten

    ANTIKHOF PFUNDEISEN – Band 2 – Prolog

    Das hier ist der Prolog meines zweiten "Cozy-Grusel-Kurzromans" in der Reihe ANTIKHOF PFUNDEISEN. Er wird "Am Abend des siebten Wunders" heißen. Den ersten Band kannst du als gedrucktes Buch oder als Kindle-EBook auf Amazon erwerben! Am zweiten Band schreibe ich gerade... + Vor ziemlich genau 30 Jahren. Anton Pfundeisen legte in der Dämmerung schweigend und mit starrem Blick eine einzelne Rose auf die Erde vor den grob behauenen Stein mit der eingemeißelten Inschrift „Florentine Pfundeisen“. Es war der erste Jahrestag eines viel zu frühen Abschieds und er hatte noch lange keinen Frieden damit schließen können. Im Gegenteil – die Selbstvorwürfe und der Zweifel an den eigenen Lebensentscheidungen hatten nie lauter…

  • Alle Texte,  Gedichte

    Fotografie

    Ich will zurück in diese Fotografie, denn so schön wie da war das Leben sonst nie!Wir halten uns noch alle fest an der Hand,bevor einer nach dem andern aus dem Foto verschwand! Ihr begleitet uns im Leben leider nur ein Stück und danach bleibt ein leerer Platz im Herz zurück!Ihr lebt weiter im Erinnern und in unseren Träumen,in Visionen von den nicht mehr ganz so leeren Räumen! Ich will zurück in diese Fotografie,denn so schön wie da war das Leben sonst nie! Irgendwie war die Welt damals noch im Rahmen, bevor all der Abschied und die Trauer kamen! Manche Wunden werden einfach nie mehr ganz heil.Ohne euch fehlt im Herzen halt auf ewig ein…

  • Alle Texte,  Gedichte

    Herbst

    Ich mag den Herbst, denn er kommt leise, wie das Ende einer viel zu langen Reise, die du laut, zu schnell, zu fordernd war – wie der Sommer auch in diesem Jahr: Alle mussten draußen sein, ohne Grund ging keiner rein. Outdoor-Spaß war Bürgerpflicht, Stubenhocken leider nicht. Die Nachbarn wussten gut Bescheid  über deutsche “Sommerzeit”: Terrasse kärchern, Weber Grill – wer sich nicht blamieren will. Lichtschutzfaktor 50 plus, Sonnenbrille war ein Muss – übergroß und vom Designer, dafür war’n die Hosen kleiner. Kragen stand am Polohemd, in der Hand ein Drink im Trend, was mit Spritz und Alkohol – wahrscheinlich wieder Aperol. Nee, da lob ich mir die dicken Socken,…

  • Alle Texte,  Geschichten

    Mitternachtsdinner

    Ich weiß nicht, ob mir jemals jemand diese Geschichte glauben wird, denn sie klingt eher nach einer Episode jeder x-beliebigen Grusel-Hörspiel-Serie als nach der Wahrheit. Ich habe hier im Forum bisher nur auf die Erzählungen anderer reagiert und konnte keine eigenen Erlebnisse beisteuern. Außerdem habe ich mich immer für sehr rational gehalten und habe in allen Geschichten hier eine mögliche „natürliche“ Erklärung gefunden. Daher habe ich auch lange überlegt, ob ich dieses Erlebnis mit euch teilen möchte oder nicht. Ich habe mich nun dafür entschieden.

  • Alle Texte,  Geschichten

    Im Fackelschein

    Im Fackelschein werfen wir wild flackernde Schatten in die Umgebung, die noch schwärzer als die Dunkelheit der Nacht durch die Bäume zucken und mich immer wieder nervös zur Seite blicken lassen. Unsere Fackelwanderung durch den eisigen Winterwald Richtung Mühlenhof, wo eine festlich gedeckte Tafel auf mich und die Kollegen aus der Abteilung wartet, hat eine ungeplante Verlängerung erfahren. Als wir eben unerwartet an dem mit Flatterband und Warnschildern abgesperrten Weg am Weitergehen gehindert wurden, mussten wir notgedrungen eine andere Richtung einschlagen. Der Nebel steigt langsam aus dem Boden, dämpft unsere Schritte und verkürzt die Sicht auf wenige Meter. Auch der mit schweren Wolken verhangene Vollmond hat keine Chance, diesem Umstand…

  • "Michael Bold",  Alle Texte,  Geschichten

    Der Blumenmann

    „Was haben Sie gefühlt, als Sie den Ring ins Meer geworfen haben?“ Sie betonte die Worte „den Ring“ in einer Weise, als wolle sie ihnen imaginäre „Gänsefüßchen“ verpassen, verzichtete jedoch auf die übliche Bewegung mit den Fingern in der Luft. Ihr Tonfall in Verbindung mit einer hochgezogenen Augenbraue erfüllte allerdings den gleichen Zweck. Ich ging nicht auf diese Provokation ein, wenn es denn überhaupt eine solche hatte sein sollen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich das trotz meiner journalistisch geschulten Beobachtungsgabe noch nicht einschätzen.

  • Alle Texte,  Geschichten

    Alles unter null.

    „Tiefenheimer in Not. Alles unter null. Und alles erstarrt.“ Der seltsame Notruf war in der unterirdischen Kolonie Tiefenheim auf einer brüchigen Funkfrequenz empfangen worden und hatte grob geortet werden können. Nun machte sich ein Suchtrupp aus fünf unerschrockenen Freiwilligen auf den Weg durch den schier undurchdringlichen Nebel an der Erdoberfläche. Sie alle trugen dicke Thermoanzüge, mit modernster Technik ausgestattete Astronautenhelme – und Waffen. Seit der Planet in eine neue Eiszeit gestürzt war und die verbliebene Bevölkerung sich in kleinen Verbänden unter die Erde zurückgezogen hatte, war die Oberfläche aufgrund marodierender Banden und wilder Tiere zu einem lebensfeindlichen Ort geworden.