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    Mondtraum

    Ártali ist aufgewacht,in manch klarer Vollmondnacht,hat sich gewünscht, er könnte fliegen.Doch dafür ist er noch zu jung –er muss erst grosse Flügel kriegen,mit genügend Schwung. Er würd so gern den Mond berührenund mit eignen Krallen spüren,ob er aus Käse ist, ob nicht –und ob man ihn auch essen kann.Und ob der Mond, wie man so spricht,bewohnt ist von dem Mondenmann. Drum hat er auch schon viel probiert,hat manches Buch genau studiertund bei da Vinci abgeschaut:„Ártali wird heute schweben,mit großen Flügeln, selbst gebaut.“Doch leider gings daneben. Einmal ist er dann sogar –das war schon wirklich sonderbar –mit rotem Sturzhelm und Raketenden Berg hinab gerannt,die Wolken zu betreten.Wie hat er sich verbrannt!…

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    Ungelesen

    Der Autor ist tot, ist neulich gestorben, ist morgens ganz einfach nicht wieder erwacht. Er war schon recht alt, wär bald 90 geworden – die Andern und ich haben Tränen gelacht bei all seinen Worten und Sätzen, Geschichten von Helden und Schurken durch Welten gelenkt in wohlklingender Sprache in Versen, Gedichten; hat Zeit seines Lebens uns Träume geschenkt.

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    Schwarzbunt sind die Kühe

    Hi. Ich bin Paul. „Paul“ war damals eine echte Glanzleistung meiner Eltern. Also die Namenswahl. So hieß nämlich mein Opa, der kurz vor meiner Geburt gestorben ist. Hab ihn nie kennengelernt, den Opa. Mütterlicherseits. Bei genauerer Betrachtung hab ich es aber noch ganz gut erwischt – mein anderer Opa heißt nämlich Günther. Der ist noch am Leben und auch ziemlich fit. Und manchmal ist er der einzige in meiner Familie, den ich nicht zum Kotzen finde. Vielleicht, weil er mich noch nie wegen meiner Klamotten, meiner Musik oder meiner Haare genervt hat. Opa Günther hat das irgendwie nie interessiert. Ich helfe ihm manchmal auf dem Hof, da hab ich gar…

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    Der Erbe der Königin

    Die Fortsetzung vom „Erben des Königs“ – Geschichte Nummer Zwei einer geplanten Trilogie… Und wieder ist es ein Roadmovie geworden…   Die dunklen Zeiten in einer dunklen Welt waren Vergangenheit. Vorbei der kalte Krieg zwischen Grünbergen und Kupfergrund. Die Zeichen standen auf dauerhaften Frieden und Wohlstand. Nur Golradir fand seit fünfzehn Jahren keinen Frieden. Und über diese Tatsache konnte ihn auch sein wahrhaftig gewaltiger Wohlstand nicht hinwegtrösten.   Seit er, der Reisende aus der Zukunft, das Rad der Zeit manipuliert und auf neuen Kurs gebracht hatte musste er mit einer großen Lüge leben. Auf seiner Reise in der Gestalt Salaniels, des Königs von Kupfergrund, hatte er Herz über Verstand siegen…

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    „Abendstund“ veröffentlicht!

    Endlich ist es geschafft – Buch Nummer Zwei ist auf die Menschheit losgelassen! Ein Sammelband mit 7 Kurzgeschichten und einer Bonusgeschichte eines Gastautors. Käuflich zu erwerben hier: http://www.lulu.com/shop/michael-kühn/abendstund-71-böse-nachtgeschichten/paperback/product-21451786.html

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    „Märchenland“ veröffentlicht!

    Nach langem Hin und Her – nach tausendfacher Bearbeitung und gefühlten Jahren der Bearbeitung habe ich heute – pünktlich zum Tag der deutschen Einheit mein Buch „Märchenland“ veröffentlicht… Einfach und sicher mit der Book-on-Demand-Technologie von lulu.com zu bestellen: http://www.lulu.com/spotlight/chaosprinz

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    Hinter den Masken

    Ich wollt die Feinde meiner Welt unzählig oft schon fragen, ob sie auf sich allein gestellt auch ihre Masken tragen. Ob jene Herren Schicksalslenker, die vor falschen Göttern knien, all die Größenwahnsinnsdenker, die Rolle auch privat durchziehn.

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    Karlsruher Gothic Treffen 2013

    Am Samstag, 03.08.2013 durfte ich vor einer Handvoll interessierter Zuhörer auf dem ersten Karlsruher Gothic Treffen eine kleine Auswahl aus meinen Geschichten und Gedichten lesen. Die Geburt des chaos+prinzen! Premiere! Ich danke allen Zuhörern, die mir ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben und den Veranstaltern, die mich an Bord geholt haben! Ich komme gerne wieder… (Die beiden Momentaufnahmen sind von ZerZero.de)   Weitere Fotos hier: Album 1 Album 2 Album 3  

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    Der Flötenspieler

    „Und in diesem steinernen Sarg liegen die Überreste jenes geheimnisvollen Mannes, dessen Identität man bis heute nicht zweifelsfrei feststellen konnte und welche man zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei Grabungen in den ehemaligen Katakomben dieses Klosters zu Tage befördert hat. Geheimnisvoll ist dieser namenlose Ritter, weil er mit seinen 1,78 Meter Körpergröße, dem beinahe makellosen Gebiss und einem geschätzten Alter von 75 Jahren für damalige Verhältnisse über beinahe magische Kräfte verfügt haben muss. Ob man ihn wohl als Gott verehrt, als Hexer verfolgt oder als Dämon gefürchtet hat? Außerdem trug er etwas bei sich, das ihn mit einer alten Legende in Verbindung bringt, die ich Euch, werte Schaulustige, sogleich zu…

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    Für Agathe

    12.01.: Heute haben wir das Gebäude zum ersten Mal betreten. Die letzten Wochen waren die Temperaturen hartnäckig unter dem Gefrierpunkt geblieben und daher lässt sich unser erster Eindruck auch nur mit einem Wort beschreiben: eiskalt. Seit Jahren hatte keiner mehr die Tür zu diesem alten Theater aus dem Jahre 1860 geöffnet. Es hatte die letzten Jahrzehnte leer gestanden. Vor einigen Wochen war es dann plötzlich zum Verkauf gestanden. Für eine lächerliche Summe. Und wir, der Verein zur Förderung der Kultur unserer kleinen Gemeinde, haben tatsächlich den Zuschlag bekommen und uns gegen einen harten Mitbewerber durchgesetzt, der als örtlicher Bauunternehmer das Gelände für einen Parkplatz oder eine Reihenhaussiedlung gut hätte gebrauchen…